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Rasenkrankheiten, Schädlinge & Maulwurf - was tun?

Jeder Sportplatzbetreiber kommt früher oder später einmal mit ihnen in Kontakt: Rasenschädlinge und -krankheiten. Während diese in Grünanlagen und nutzungsarmen Rasenflächen kaum auftreten, sind sie jedoch auf Sportflächen häufig zu finden.

Bei Sportplätzen wird das Bodenklima durch die intensive Nutzung gestört, die Vitalität der Pflanzen leidet und das natürliche Immunsystem versagt. Durch geeignete Pflegemaßnahmen im Vorfeld kann das Auftreten von Rasenkrankheiten jedoch weitestgehend vermieden werden. Generell gilt: Vorbeugen ist besser als bekämpfen.

Was tun bei Rasenkrankheiten?

Die häufigste Ursache für das Auftreten von Rasenkrankheiten ist schlechte oder falsche Pflege. So wird zum Beispiel Schimmel- und Fäulnisbildung durch übermäßige Beregnung mit einseitiger Düngung auf humusreiche oder lehm- und tonhaltige Böden begünstigt.

Pilzfördernd wirkt akuter Kali- und Eisenmangel im Boden. Bei Bodenverdichtung oder einer Übersäuerung der Rasentragschicht ist das ausgewogene Verhältnis von Bakterien und Kleinstlebewesen im Boden gestört und bietet ebenfalls einen guten Nährboden für Pilze.

Einem Befall mit Schädlingen kann in den meisten Fällen nicht vorgebeugt werden. Hier helfen nur sofortige Maßnahmen beim Auftreten. Ein Hinweis auf den Befall liefert zum Beispiel das vermehrte Auftreten von Vögeln auf den Sportflächen, ihnen dienen die tierischen Bodenschädlinge als bevorzugtes Futter.

Fleckige oder flächige Verfärbungen in der Rasenfläche treten durch das Absterben von Gräsern auf. Dies deutet oft auf einen Befall durch Larven oder Maden hin, die sich von den Wurzeln ernähren.

Was tun bei Maulwürfen und Mäusen?

Maulwurfshügel und Gänge von Mäusen sind ebenfalls leicht zu erkennen. Während Maulwürfe auf der Roten Liste stehen und nur vertrieben werden dürfen, können viele Wühlmausarten direkt bekämpft werden.

Der unter Artenschutz stehende Europäische Maulwurf ist Insektenfresser und vertilgt somit viele Schädlinge. Ein großes Ärgernis für den Platzwart bleibt jedoch – die Erdhügel. Da die ausgeworfene Erde nicht wieder in die Gänge eingebracht werden kann, muss diese entfernt werden. Die dann fehlende Erde in den Gängen führt zu Setzungen in der Rasentragschicht – der Platz wird uneben und die Verletzungsgefahr im Spielbetrieb kann zunehmen.

Was nun?

Sowohl eine Bekämpfung als auch der Fang mit Lebendfallen sind gemäß Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) verboten. Nach Rücksprache mit den jeweiligen Fachbehörden kann allerdings bei Sportanlagen eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden, wenn durch den Maulwurf eine Verletzungsgefahr für die Spieler ausgeht. Ein entsprechender Einsatz ist von sachkundigen Personen auszuführen.

Bauliche Maßnahmen, wie eine vertikale Maulwurfssperre, sind aufwendig zu installieren und kostenintensiv. In einer aktuellen Untersuchung berichtet LUDOWIG (2020) über die Kriterien, die beim Verlegen von horizontalen Barrieren in Bezug auf Material, Beschaffenheit und Einbauverfahren zu erfüllen sind. Die Ergebnisse zeigten, dass geeignete horizontale Barrieren wirksam die Maulwurfshügel auf Rasenflächen verhindern können.

Für den Erfolg der Maßnahme ist die richtige Einbautiefe von entscheidender Bedeutung. Die Untersuchungen zu dieser Frage ergaben, dass die Barrieren nicht tiefer als fünf Zentimeter unter der Rasenoberfläche verbaut werden dürfen, da der Maulwurf ansonsten in der Lage ist, Gänge oberhalb der Barriere anzulegen und Maulwurfshügel auf der Rasenfläche abzulegen (LUDOWIG, 2020).

Das Vertreiben des Maulwurfs ist per Gesetz nicht verboten.

Ohne dem Maulwurf einen Schaden zuzuführen ist es durch Gerüche möglich, ihn mit einem geringen Aufwand zu vergrämen. Als Geruchsstoffe gegen Maulwürfe können eine Reihe von Hausmitteln zum Einsatz kommen. So wird beispielsweise über die Verwendung saurer Milch, Hundehaare, Essigessenz oder Pflanzenjauchen aus Wermut oder Brennnesseln berichtet. Im Fachhandel gibt es ebenfalls geruchsintensive Vergrämungsmittel. Da die Wirkungsdauer von Duftstoffen immer territorial begrenzt und von der Witterung abhängig ist, müssen diese Prozesse häufig wiederholt werden.

Fazit

Die Feststellung der Art des Befalls und die Methode zur Beseitigung sollte auf jeden Fall durch den Fachmann erfolgen. Viele im freien Handel erhältliche Geräte und Mittel kosten viel Geld und bringen nur geringen und meist keinen dauerhaften Erfolg. Die INTERGREEN®-Partner beraten Sie hierzu gerne vor Ort und stellen Ihnen hierbei Lösungen vor, die zum Erfolg führen.

Quelle

LUDOWIG, C., 2020: Vermeidung von Maulwurfshügeln auf Rasenflächen. Rasen-Turf-Gazon 1-2020

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